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Aktuelles
11.07.19

Praktische Ausbildung mit Bad Fallingbostel

Die gemeinsamen Trainings mit den Kameraden aus Bad Fallingbostel sind sowohl aus technischer als auch aus kameradschaftlicher Sicht sehr förderlich. Bei der diesmaligen sehr praxisgeprägten Stationsausbildung vertieften wir drei Themen:

  • Maschinelle Zugeinrichtung: Einsatz der Seilwinde unter ungünstigen Bedingungen
  • Rettungsbühne: Retten einer Person mit Pfählungsverletzung
  • Pneumatische Hebekissen: Retten einer eingeklemmten Person

Ein MaZe ist eine Maschinelle Zugeinrichtung - besser bekannt als Seilwinde. Die Prinzipien der festen und losen Rolle sowie die Kraftverteilungen in solchen Systemen sollten trainiert und in der Praxis eingesetzt werden. Zusätzlich gilt es bei derartigen Kräften einmal mehr auf die Sicherheit und den gebührenden Respekt gegenüber gespannten Stahlseilen und belasteten Rollen zu schärfen. Der denkbar ungünstige Zugwinkel und die angenommene geringe Bewegungsfreiheit verschärften die Aufgabe zusätzlich.

Einen Zaun weiter simulierten wir den Absturz einer Person von einem Gerüst. Eine Puppe wurde dazu in ca. 1,60 m Höhe auf einem Zaun mit einer Stahlstange aufgepfählt. Die Aufgabe bestand hier in der zügigen Stabilisierung des Verletzten in seiner misslichen und für die Retter "unhandlichen" Lage. Die Rettungsbühne liefert hierbei wertvolle Dienste. Sie kann schnell und flexibel die Helfer bei ihrer Aufgabe der patientenorientieren Rettung unterstützen. Die Eisenstange wurde dann geschnitten und mit samt dem Patienten dem Rettungsdienst übergeben. Unser Ausbilder aus Fallingbostel, der selbst im Rettungsdienst fährt, konnte uns hier wertvolle Tipps zur schnellen und schonenden Rettung geben.

Zu guter Letzt wurde eine Person von einer 400 kg schweren Radladerschaufel eingeklemmt. Es galt die Person schnellstmöglich unter Einsatz der pneumatischen Hebekissen zu befreien. Für diese sehr kräftigen Kissen war die Schaufel natürlich kein wirklicher Gegner. Vielmehr sollten die gemischten Gruppen der Krelinger und Fallinger Kameraden die sichere Anwendung und richtige Handhabung dieses Hebesystems erlernen. Eine sinnvolle Einteilung der Aufgaben, die richtige Taktik, klare Komandos und sofortiges unterbauen der geschaffenen Freiräume sind unerlässlich.

"Viel gelernt, praxisorientiert und super erklärt, klasse!" war das erschöpfte, aber zufriedene Feedback aller Teilnehmer nach zwei Stunden Ausbildung.

Einen ganz großen Dank an dieser Stelle an unsere drei wunderbaren Ausbilder Timo, Jan und Olli aus Bad Fallingbostel! Unser Dank geht auch an die Fa. Seyer-Carstens und die Fa. Huwer, die uns Übungsgelände und -räume für diesen Dienst zur Verfügung gestellt haben.

 

09.07.19

AGT: Innenangriff und Schlauchpaket

Der Innenangriff mit Atemschutz und Strahlrohr ist eine der Standardvorgehensweisen des Angriffstrupps. Gleichzeitig eine der schwierigsten. Der Trupp muss konzentriert und sicher, aber auch zügig und zielgerichtet vorgehen. Der Auftrag ist meistens die Menschenrettung mit Brandbekämpfung oder ausschließlich Brandbekämpfung.

Das Schlauchpaket ist ein speziell gewickelter C-Schlauch (15m) mit einem Hohlstrahlrohr. Der Vorteil bei richtiger Anwendung und Vorbereitung liegt in der einfachen Handhabung auch in beengten Räumen und dem damit verbundenen Zeitvorteil im Einsatz.

Die Vorbereitung des Schlauchpakets, das systematischen Vorgehen bis zur Rauchgrenze, der schnelle Aufbau der Wasserversorgung und schließlich die effektive Handhabung des Hohlstrahlrohrs zur Brandbekämpfung muss immer wieder trainiert werden.

 

07.07.19

Kinderfeuerwehr besucht Jugendfeuerwehr im Zeltlager

Die Jugendfeuerwehr ist seit Samstag bis einschließlich nächsten Samstag (13.07.2019) im Kreiszeltlager in Neuenkirchen.

Das Zeltlager ist das Highlight im Jugendfeuerwehrjahr. Hier werden Aktionen und Wettbewerbe angeboten, jede Menge neue Freundschaften geschlossen und lang gehegte aufgefrischt. Solch ein "Lagerfreundschaft" hält mit unter ein Leben lang.

Heute am Sonntag konnten die Jugendlichen zusätzlich weitere Besucher in Form unserer Kinderfeuerwehr begrüßen. Die Nachwuchsfeuerwehr erschien mit einer starken Truppe und erlebte gemeinsam mit den JF-Kids den Besuchertag. Es lockten eine Blaulicht-Meile mit Spielen & Infos, eine Lagerralley und nicht zum Schluss eine Erfrischung an der Milchbar. Sogar ein Probleliegen auf den Liegen der großen Vorbilder war mit drin im Paket :-) .

Noch mehr Eindrücke aus dem Lagerleben und Infos rund um unserer Jugendfeuerwehr gibt es unter www.jf-krelingen.de

Die Lagerzeitung gibt es täglich unter: https://kjf-hk.de/index.php/informationen/zeltlager

Die Kreisjugendfeuerwehr berichtet kontinurierlich aus dem Zeltlager auf der Facebookseite: https://www.facebook.com/KJFHeidekreis/

 

12.06.19

TH-Dienst: Von Anfahrt bis Aussteigen

Gleich bei Einsatzbeginn hat der Gruppenführer mit dem Maschinisten eine zentrale Aufgabe zu erfüllen, die über den gesamten weiteren Einsatzverlauf entscheiden kann. Es geht um die richtige Einschätzung der "Lage auf Sicht" und das damit verbundenen Entscheidung zur sinnvollen Fahrzeugaufstellung. Was so einfach klingt ist von vielen Faktoren abhängig:

  • Welcher Einsatztyp? In welcher Ausprägung?
  • Welche Herausforderungen und Gefahren birgt die Einsatzstelle?
    (Einsturz, Gefahrgut, Ausbreitung, ...)
  • Woher bekomme ich meine Wasserversorgung?
  • Werden weitere Kräfte nachfolgen? Wie viele? Welcher Art?
  • Welche äußeren Einflüsse habe ich?
    (Windrichtung, Gelände, Umgebung, Zufahrten, ...)
  • ...

Die eine "richtige" Fahrzeugaufstellung gibt es hierbei nicht. Aber nachträgliches Umparken ist häufig sehr aufwendig oder schier unmöglich. Zusätzlich muss dem Maschinisten sein Fahrzeug in seinen Möglichkeiten und im Fahrverhalten bekannt sein, damit er auch bei Nacht, im Einsatzstress und in unbekannter Umgebung das Fahrzeug immer sicher und zuverlässig führt.

Durch regelmäßige Übung und die richtige Taktik kann diese Aufgabe jedoch erfolgreich gemeistert werden.

Der Übungsdienst gliederte sich in drei Stationen:

  1. TLF: Wassergabe während der Fahrt vom Dach und aus der Selbstschutzeinrichtung (Pump-And-Roll)
  2. Fahrzeugaufstellung in verschiedenen Situationen am Minimodell (Unfall Autobahn, Gebäudebrände, ...)
  3. LF: Rückwärtsfahren mit Einweiser und Fahrt durch die Rettungsgasse (Einschätzung Fahrzeugbreite)
 

05.06.19

Drei Einsätze in zwei Stunden

Einsatzübungen haben grundsätzlich den Hintergrund sich mit den Örtlichkeiten vertraut zu machen und den Umgang mit der Ausrüstung zu schulen.

Beim letzten Ausbildungsdienst ging es aber nicht darum Schläuche zu rollen und Wasser zu verspritzen? Vielmehr sollten die Teilnehmer das gesamtheitliche Vorgehen bei verschiedenen Einsätzen verstehen. So wurde der Aufbau eines Löschangriffes nur simuliert und die Atemschutzgeräte nur aufgesetzt aber nicht angeschlossen. 

Insgesamt konnten so an einem Abend drei Einsatzübungen durchgeführt und anschließend gemeinsam nachbesprochen werden: Los ging es mit dem Brand in einem Transformatorenhäuschen. Durch den Gruppenführer wurde zum Schutz der umliegenden Flächen ein Löschangriff "aufgebaut", sowie über die Leitstelle der Stromnetzbetreiber alarmiert. 

Für den zweiten "Einsatz" hatten die Ausbilder Felix und Holger als Einsatzstichwort "ausgelöster Heimrauchmelder" ausgedacht. Beim Eintreffen konnte aber keine Rauchentwicklung festgestellt werden. Dafür war ein Bewohner der Wohnanlage Eichengrund im GRZ Krelingen zum Prüfen in den Keller gegangen und nicht wieder aufgetaucht, wie ein weiterer Bewohner dem Einsatzleiter informieren konnte. Unter Atemschutz stellte der vorrückende Trupp fest, dass es sich um einen CO-Melder handelte und rettete den Vermissten aus dem Keller. 

Beim dritten "Einsatz" brannte ein PKW in einer Garage. Beim Eintreffen auf dem Gehöft musste der Einsatzleiter aber feststellen, dass sich die Garage in einer Scheune befindet und der Brand sich schon ausgebreitet hatte, so dass auch das Wohnhaus gefährdet wurde. Dieses galt es zu schützen und weitere Kräfte nachzufordern. 

Am Ende waren sich alle Beteiligten einig, dass sie an diesem Abend viel gelernt zu haben - weitere Übungsdienste dieser Art werden wir daher auch zukünftig durchführen.