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Aktuelles
19.06.22

Tina Krause erhält Ehrennadel

Unsere Tina staunte am Sonntag nicht schlecht, als sie im Rahmen der Siegerehrung der Kreiswettbewerbe der Jugendfeuerwehren in Fulde plötzlich vom Sprecher Jörg Freitag nach vorne gerufen wurde.

Seit ihrem 10. Lebensjahr ist sie Feuer und Flamme, erst selbst in der Jugendfeuerwehr und seit 1996 in der Aktiven Feuerwehr. Sie war sofort als Betreuerin mit im Team und im Jahr 2006 übernahm sie den Posten der Jugendwartin. Aber nur in Krelingen zu wirken reichte ihr nicht und so übernahm sie zusätzlich die Funktion der Stadtjugendwartin und räumte hier als erste Frau im Stadtkommando direkt mit vielen eingestaubten Strukturen auf. Sie organisierte z. B. eine gemeinsame Wettbewerbsvorbereitung auf Stadtebene, diverse Kurzzeltlager und war die Stimme aus den Lautsprechern auf den Kreiswettbewerben. Weiterhin übernahm sie Verantwortung z. B. für das Bastelzelt auf dem Kreiszeltlager und war maßgeblich an der Gründung der Kinderfeuerwehr Krelingen beteiligt. Sie ist mit ihrer lockeren und fröhlichen Art bei allen, egal ob Jugendlicher, Feuerwehrfunktionär oder Verwaltung beliebt. 

Tina wurde aus all diesen und noch viel mehr Gründen und in der Runde der Jugendfeuerwehren, Jugendwarten, Betreuer und Unterstützer für ihre umfangreiches und ausdauerndes Engagement in der Jugend- und Kinderarbeit mit der Ehrennadel der deutschen Jugendfeuerwehr (DJF) in Silber geehrt.

Wir danken dir Tina. Du hast diese Auszeichnung sowas von verdient. Und wir hoffen natürlich dich auch in Zukunft weiterhin mit Begeisterung an der Jugendarbeit bei uns zu wissen. Schön dass wir dich in unseren Reihen haben.

 

03.06.22

Spaß bei der Feuerwehrolympiade

Die Kameraden aus Benzen haben uns zu einer Feuerwehrolympiade eingeladen. Was das ist? "Wie Orientierungsmarsch mit Stationen nur ohne den Marsch" war die spontane Antwort eine Teilnehmers :-). In Benzen trafen wir uns mit insgesamt 20 Teilnehmern. Nach kurzem Hallo losten wir drei gemischte Gruppen. Und weil wir alle Feuerwehr sind und super im Team arbeiten können war ab diesem Moment der Teamgeist und damit auch der Ehrgeiz geweckt. Jede Gruppe musste sechs Stationen durchlaufen. Hier ging es nicht nur um Feuerwehrthemen, sondern auch um Geschicklichkeit und gemeinsame Lösungsfindung. Folgendes musste gemeistert werden:

  • Saugleitung im Dunkeln kuppeln und binden
  • Montagsmaler "Feuerwehrgeräte"
  • Schlauchkegeln
  • Eiertransport mit Rettungsspreizer
  • Holzlatten ohne Maßband auf Länge sägen
  • Bergung eines Feuerlöschers aus der "Tonne in der Todeszone"

Unsere Wettkämpfer fanden gemeinsam zu allen Aufgaben Lösungen, wenn diese teilweise auch sehr unterschiedlich aussahen. Bis zum Schluss waren sich alle sicher in der Siegergruppe gewesen zu sein. Am Ende war der Vorsprung der Gewinner auch nur hauchdünn. An der Feuertonne mit Wurst und Getränk wurden dann noch gemütlich die ein oder andere Regelauslegung bei den Spielen scherzhaft diskutiert und die Kameradschaft gepflegt.

Vielen Dank an Simon und seine Truppe aus Benzen. Wir werden uns für den schönen Abend revanchieren.

 

31.05.22

Einsatzübung "Brennt Schule" in Düshorn

Nach fast zwei Jahren Zwangspause für überörtliche Übungen, wurden wir am Dienstag gemeinsam mit Westenholz von den Kameraden aus Düshorn zu einer Einsatzübung eingeladen. Ohne genau Details und Inhalte zu kennen, rückten wir mit unseren Einsatzfahrzeugen am Gerätehaus Düshorn an. Die Übungsleiter hielten sich auch hier mit der genauen Lagebeschreibung zurück. Erst als die Fahrzeuge einzeln alarmiert wurden, kam Licht ins Dunkle: "Einsatzort Grundschule Düshorn. Feuer im Obergeschoss. Personen vermisst."

Nach Ankunft und erster Lageeinschätzung durch den Einsatzleiter wurden sofort die ersten Trupps unter Pressluftatmern (PA) zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in das verqualmte erste Obergeschoss geschickt. Möglich ist das unter anderem, da viele der Fahrzeuge einen eingebauten Wassertank mitführen und damit die Wasserversorgung für die ersten Minuten gesichert ist. Während die Angriffstrupps vorgingen, kümmerten sich die restlichen Mannschaften um eine Wasserversorgung aus einem Hydranten, nahmen einen Leitereinsatz zum Fenster 1. OG vor, richteten eine Atemschutzüberwachung und Verletztensammelstelle ein und schützen die unversehrten Gebäudeteile durch Riegelstellungen vor der Ausbreitung.

Die Koordination dieser Aufgaben erfordert zudem eine intensive, aber zügige Abstimmung zwischen dem Einsatzleiter vor Ort und den Gruppen-, Staffel- und Truppführern der einzelnen Einsatzfahrzeuge. Diese Führungsfunktionen verlangen sowohl Erfahrung, Ausbildung als auch die nötige Ruhe und Besonnenheit, damit wichtige Informationen weitergegeben und am Ende zu einer zielführenden Entscheidung beitragen können.

Nach ca. 45 Minuten waren alle Vermissten und Verletzten durch die insgesamt sechs Atemschutztrupps gefunden und gerettet. Weiterhin war das Obergeschoss mittels Überdrucklüfter entraucht und das "Feuer aus".

"Wir haben es in den zwei Jahren nicht verlernt" war das gemeinsame Feedback der Übungsbeobachter, zu denen auch der stellvertretende Stadtbrandmeister Holger Krause zählte.

Im Anschluss an diese gelungene Übung wurde die Nachbesprechung an das Feuerwehrhaus Düshorn verlegt, wo bereits Getränke und Bratwurst auf die Teilnehmer wartenten. Danke an Mirko und alle Düshorner Kameraden für die klasse Organisation und Durchführung und dass wir alle mal wieder zu Gast an unserer gemeinsamen Grundschule sein durften.

 

24.05.22

TH-Ausbildung mit Container und Wrack

Es werden mehr und es wird aufwendiger. Die Rede ist von elektrisch oder elektrohybrid getriebenen Fahrzeugen. Diese Antriebsart bedingt, dass wir im Brandfall zusätzlich Sicherheitsmaßnahmen und Löschmethoden anwenden müssen.

Die Standard-Einsatz-Regeln (SER) sehen hier vor, dass das die Fahrzeugbatterie ausgiebig gekühlt wird, damit es zu keiner weiteren chemischen Reaktion in den Batteriezellen kommt. Ausgiebig bedeutet in diesem Fall "über Tage". Und hier kommt der neue Abrollcontainer vom Autoservice Hodenhagen ins Spiel, der genau für diesen Einsatzfall vorgesehen ist. Ein brennendes Fahrzeug wird zu Beginn durch uns mit dem Wasserstrahl gekühlt und sobald der Container vor Ort ist, direkt in diesen hineingehoben. Anschließend fluten wir den Container, bis die Hochvoltbatterie unter Wasser stehen. Hier endet der Feuerwehreinsatz und alle weiteren Tätigkeiten, wie z. B. weiteren Transport oder die Durchführung der mehrtägigen "Fahrzeugquarantäne", werden durch die Abschlepp- und Bergeunternehmen durchgeführt. (Quelle: DGUV - FBFHB-024 – "Hinweise für die Brandbekämpfung von Lithium-Ionen-Akkus bei Fahrzeugbränden" - 2020).

Wir stimmten uns heute über das gemeinsame Vorgehen im Einsatzfall mit den Kollegen in Gelb ab, damit im Ernstfall jeder weiß was zu tun ist.

Nach diesem Theorieteil widmeten wir uns noch einem Fahrzeugwrack. Dazu simulierten wir den Unfall eines PKW mit Endposition in Seitenlage. Hier haben wir uns nach den vorbereitenden Maßnahmen wie Stabilisierung, Patientenbetreuung sowie Airbag-, Batterie- und Glasmanagement dann über das Dach Zugang zum Innenraum verschafft. Mit unseren Rettungsgeräten trennten wir einfach und sicher die A-, B- und C-Säulen. Danach klappten wir das Dach ab, um es am Schluss ganz zu entfernen. Der Zugang zu den Unfallopfern war somit schnell und mit ausreichend Platz für Helfer und Material geschaffen.

Danke an dieser Stelle an Christian und seine Mitarbeiter des Autoservice Hodenhagen, dass wir erneut bei euch trainieren konnten.

 

04.05.22

Vier Mini-Einsatzübungen

Einsatzübungen und Stationsausbildung unterscheiden sich in zwei wichtigen Punkten: Zum einen muss bei Einsatzübungen eine komplette Lage und nicht nur einzelne Aufgaben bearbeitet werden. Und zum zweiten kommt Thorben nur bei Einsatzübungen zufällig mit Raucherzeugern um die Ecke und verändert mittendrin die Lage. :-)

Heute fuhren wie vier Mini-Einsatzlagen im Ort an:

  1. Containerbrand: Der Containerinhalt hat Feuer gefangen und der Brand breitete sich schnell auf Nachbarcontainer aus. Nach Erkundung und Öffnung kam eine orange Warntafel und ein großes Gebinde Benzin zum Vorschein, was die Situation direkt zur Gefahrgutlage hoch stufte. Der Umwelt zur Liebe haben wir auf den Schaumeinsatz verzichtet.
  2. Gebäudebrand: Das Spritzenhaus mitten im Dorf brannte. Hier fahren auch andere Fahrzeuge, also musste parallel zur Abriegelung und der Wasserversorgung sehr schnell die Verkehrssicherung aufgebaut werden. Auch die Raumordnung und der Platz für nachrückende Einheiten muss direkt zu Beginn bedacht werden.
  3. Eingeklemmte Person unter landwirtschaftlichem Gerät: Der Landwirt wurde unter der Frontladerschaufel auf dem weichen Untergrund des Waldbodens eingeklemmt. Er muss schnell, aber schonend aus seiner Lage befreit werden. Unglücklicherweise fängt gleichzeitig sein Trecker aus nicht nachvollziehbaren Gründen (Thorben!) an zu brennen.
  4. Person hinter Tür: Ein Heizungsmonteur ging in ein Wohnhaus und wurde seit Stunden nicht mehr gesehen. Nach ausgiebigem Erkunden des Gruppenführers konnte der Mann im Gebäude liegend erblickt werden. Erst jetzt liegt die dringende Notwendigkeit vor, um eine Türöffnung zu rechtfertigen. Zufällig ist der stellvertretende Stadtbrandmeister vor Ort und kann dieses Vorgehen autorisieren. Der Angriffstrupp ging unter Atemschutz in das Gebäude, da vermutet wurde, dass der Monteur an der Gasheizung gearbeitet hat. Parallel wurde ein alternativer Zugang über ein angekipptes Fenster ermöglicht.

Die Lagen dauerten jeweils nur 20 Minuten. Ziel war es, dass die Mannschaften in kurzer Zeit mit verschiedenen Szenarios konfrontiert werden. Dabei galt es die schwierige Startphase des Einsatzes zu organisieren, bis sich eine geregelte Abarbeitung einstellte. Weiterhin kamen wieder sehr viele verschiedene Geräte und Methoden zum Einsatz, was dem regelmäßigen Handhabungstraining zugutekommt.