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Aktuelles
29.12.18

Führungswechsel nach 18 Jahren - Jahreshauptversammlung 2018

Zum letzten Mal eröffnete Holger Krause nach insgesamt 18 Jahren Ortsbrandmeisterschaft die Jahreshauptversammlung 2018. Die Versammlung stand in diesem Jahr im Zeichen der Neuwahlen und Veränderungen. Holger stellt in diesem Jahr sein Amt des Ortsbrandmeisters nach drei Amtsperioden zur Verfügung. „Ich werde die Zeit vermissen, aber nun ist es auch Zeit für Veränderungen und frischen Wind“ so Holger.

Bereits im Vorfeld zur Wahl musste also durch das Kommando ein würdiger Nachfolger gefunden werden. Tobias Bremer konnte hierzu gewonnen werden und stellte sich somit am Abend zur Wahl. Mit 32 Ja-Stimmen von insgesamt 34 anwesenden Stimmberechtigten (2 Enthaltungen) erhielt Tobias den eindeutigen Vertrauensbeweis von der Versammlung. Gemeinsam mit seinem ebenfalls neu gewählten Stellvertreter Andre Meineke bilden die beiden fortan die Spitze des Ortskommandos der Freiwilligen Feuerwehr Krelingen. Ebenfalls regulär neugewählt wurde das gesamte Kommando.

Im Jahresbericht zeigte Tobias was für ein turbulentes Jahr 2018 hinter der Krelinger Wehr liegt. 32 Einsätze verschiedenster Art, vom Kleinbrand bis hin zu schweren Unfällen mit Todesfolge, all diese Szenarien wurden von den Kameraden in ihrer Freizeit bewältigt. Dabei ist es nicht immer leicht die Situationen im Nachhinein zu verarbeiten. Tobias danke daher allen Kameraden für ihren unermüdlichen Einsatz zu jeder Tag- und Nachtzeit für das Wohl ihrer Mitmenschen: „Bitte macht weiter so, wir brauchen euch!“.

Auch unsere Jugend- und Kinderfeuerwehren zeigten anschaulich welche Aktionen und Leistungen sie im Jahr 2018 absolvierten. Von Teambuilding über Sport, Fahrten und Aktionen, bis hin zur feuerwehrtechnischen Ausbildung und praktischen Übungen, unsere Nachwuchsbrandschützer sind immer mit voller Begeisterung dabei.

Aus der Jugendfeuerwehr wurden Luca Nungässer und Malte Mieske in die aktive Einsatzgruppe übernommen. Außerdem konnten wir mit Dennis Brüning einen weiteren Neuzugang gewinnen.

Unsere zahlreichen Gäste aus Politik, Feuerwehrführung, Nachbarwehren und ortsansässigen Vereinen und Verbänden dankten ebenfalls den Kameraden für ihr Engagement. Besonders hoben sie alle die Leistungen von Holger in seinen zurückliegenden 18 Jahren Amtszeit und die damit verbundenen Leistungen und klasse Zusammenarbeit auf allen Ebenen hervor. Nicht zuletzt erläuterten Bürgermeisterin Frau Helma Spöring und Stadtbrandmeister Volker Langrehr nochmal die anstehenden Veränderungen speziell in der Krelinger Wehr, die durch den Feuerwehrbedarfsplan der Stadt Walsrode in den nächsten Jahren zu erwarten sind. Drei neue Fahrzeuge und ein neues Feuerwehrgerätehaus sind dabei fest im Haushaltsplan für die FF Krelingen berücksichtigt.

Zum Abschluss der Versammlung fasste Tobias den umfangreichen Werdegang von Holger, seit seiner Jugendfeuerwehrzeit bis heute, mit allen Stationen in einer bewegenden Rede zusammen. Als Dank für seine herausragenden Leistungen übergaben die Kameraden Holger einen selbstgebauten Ofenstehtisch. Verbunden mit der Erwartung, dass er uns weiterhin mit Rat und Tat zur Seite steht.

Holger bedankte sich ausdrücklich bei allen, die ihm in seinen Amtszeiten zur Seite standen, geholfen und unterstützt haben: „Wir haben Höhen und Tiefen gemeinsam durchlebt, viele Veränderungen gemeistert und großartiges geleistet. Jetzt gilt es das Vertrauen in die nächste Generation zu geben. Aber bei dieser tollen Mannschaft habe ich keine Bedenken!“. Holger schloss seine letzte Jahreshauptversammlung unter dem respektgeladenen stehenden Beifall aller Anwesenden.

Folgende Personen wurden geehrt, befördert bzw. gilt ihnen der Dank der Freiwilligen Feuerwehr Krelingen:

  • Luca Nungässer – Übernahme in die aktive Feuerwehr
  • Malte Mieske – Übernahme in die aktive Feuerwehr
  • Dennis Brüning – Aufnahme in die aktive Feuerwehr
  • Paulina Patzelt – Beförderung zur Oberfeuerwehrfrau
  • Carina Marquardt – Beförderung zur Hauptfeuerwehrfrau
  • Reinhard Walde – Beförderung zum 1. Hauptfeuerwehrmann
  • Felix Huwer – Beförderung zum Löschmeister
  • Thorben Fricke – 25 Jahre Mitgliedschaft (Ehrung der Stadt)
  • Holger Krause – Dank für besondere Verdienste
  • Sören Schönhals – Dank für besondere Verdienste
  • Jan Stolte – Dank für besondere Verdienste
  • Frank Ahrens – Dank für besondere Verdienste
  • Rabea Fricke – Dank von Tobias und Holger
  • Tina Krause – Dank von Tobias und Holger

Das Ortskommando besteht ab 2019 aus folgenden Personen:

  • Ortsbrandmeister – Tobias Bremer
  • Stellv. Ortsbrandmeister – Andre Meineke
  • Gruppenführer – Felix Huwer, Thorben Fricke
  • Jugendwartin – Tina Krause
  • Stellv. Jugendwartin – Rabea Fricke
  • Kinderfeuerwehrwartin – Carina Marquardt
  • Leiter Altersabteilung – Rainer Mindermann
  • Musikzugführer – Adolf Plesse
  • Atemschutzgerätewart – Maik Stolte
  • Schriftführerin – Paulina Patzelt
  • Kassenwart – Randolf Schink
  • Gerätewart – Sven Beermann, Maximilian Huwer
  • Sicherheitsbeauftragter – Wolfgang Huwer
 

29.12.18

Krelinger Veranstaltungsplan 2019 ist fertig

Der Veranstaltungsplan für 2019 ist fertig und steht in verschiedenen Formaten zur Verfügung:

  • Papierform: kostenlos bei allen Krelinger Vereinen und Verbänden erhältlich
  • PDF-Datei:
  • HTML-Version (wie unten als Vollbild): zum Kalender
  • ICS-Datei (zum Import in Kalender wie Google, Outlook, Thunderbird,...). Einfach folgenden Text kopieren und in Kalenderprogramm importieren: http://bit.ly/2sb5mNB

 

07.12.18

Großeinsatz mit überraschender Wendung

Wir wurden am 08.12. um 17 Uhr zum Gästehaus im Geistlichen Rüstzentrum alarmiert. Gebäudebrand mit vermissten und eingeschlossenen Personen. Bei dieser Art Einsatzmeldung alarmiert die Rettungsleitstelle Soltau automatisch zusätzliche Kräfte aus den umliegenden Dörfern und Städten. So erreichten neben der Krelinger Feuerwehr nach kurzer Zeit noch weitere Fahrzeuge aus Düshorn, Westenholz, Honerdingen, Walsrode, Hodenhagen, Bad Fallingbostel und das DRK die Hotelanlage in Krelingen. In Summe haben über 70 ehrenamtliche Helfer ihre eigentliche Tätigkeit unterbrochen, um binnen kürzester Zeit zur Hilfe zu eilen.

Im Gästehaus war es zu einem Brand gekommen. Insgesamt 19 Personen wurden im ersten und zweiten Stock des brennenden und dadurch stark verrauchten Gebäudetraktes eingeschlossen. Einsatzleiter Holger Krause verschaffte sich zügig einen Überblick über die Gesamtsituation, sowie mögliche Gefahren und die zur Verfügung stehenden Einsatzkräfte und -mittel. Plötzlich kam Tobias grinsend um die Ecke und ab hier war klar: das ist eine Übung - organisiert von Tobi, André, Mark und Stadtbrandmeister Volker Langrehr. Der amtierende Ortsbrandmeister Holger Krause spielte bereits seit längerem mit dem Gedanken, auf dem Gelände des Geistlichen Rüstzentrums eine Großübung durchzuführen. Da er bei der anstehenden Jahreshauptversammlung Ende Dezember nach nunmehr 18 Jahren nicht mehr für den Posten des Ortsbrandmeisters zur Verfügung stehen wird, hat sich sein Stellvertreter Tobias Bremer zum Abschied eine Überraschung ausgedacht.

Mit dem Wissen eine Übung abzuarbeiten fuhr Holger fort und bildete drei Abschnitte: 1. Menschenrettung von der Vorder-, 2. von der Rückseite, sowie 3. Atemschutzüberwachung. Die um Hilfe rufenden Menschen wurden von mehreren Rettungstrupps unter Atemschutz über eine Drehleiter, mehrere Steckleitern und durch das Treppenhaus ins Freie gebracht. Dort übernahm der Rettungsdienst und versorgte die Geretteten an der zentralen Verletztensammelstelle. Nachdem alle Personen in Sicherheit waren, wurde die Brandbekämpfung unter Atemschutz eingeleitet und das Haus mit einem Überdrucklüfter rauchfrei gemacht. Der umfangreiche Einsatz mit den verschiedenen Aufgaben (Menschenrettung, Verletztensammelstelle, Wasserversorgung, Einsatzleitung, Atemschutzüberwachung, Hubrettung, Sicherheit, Logistik, ...) forderte von allen Helfern ein Höchstmaß an Organisationsstruktur, Kommunikationsdisziplin, übergreifende Zusammenarbeit und nicht zuletzt Vertrauen in die gemeinsame Ausbildung und Fähigkeiten. Nach ca. eineinhalb Stunden konnten alle Personen als gerettet und „Feuer aus“ gemeldet werden.

Wie realistisch die Lage dargestellt wurde, ließ sich daran erkennen, dass ein freier Reporter aus Bremen den Weg nach Krelingen auf sich nahm, um erst vor Ort zu realisieren, dass es sich um eine Übung handelte. Bei der anschließenden Manöverkritik dankte Tobias Bremen den anwesenden Freiwilligen für die großartige Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Ortswehren. Eine ganz besondere Anerkennung galt aber Holger Krause, von dem er in den vergangenen sechs Jahren eine Menge gelernt hat.

Wir danken allen freiwilligen Einsatzkräften, Statisten, Helfern, Organisatoren und dem Geistlichen Rüstzentrum, die diese Großübung für Holger möglich machten und zu einem beispiellosen Erfolg haben werden lassen.

 
19 Personen im Gebäude eingeschlossen
19 Personen im Gebäude eingeschlossen
12.12.2018 | Quelle: WZ

16.10.18

TH-Dienst: Mit Kissen und Seilen

Am Mittwoch machten wir kurzerhand die Nacht zum Tage, als wir uns gemeinsam mit den Kameraden aus Bad Fallingbostel in einer Kiesgrube trafen. Mit Blick auf das angekündigte neue Fahrzeug und zur Übung für gemeinsame Einsätze, vertieften wir den Umgang bei der technischen Hilfeleistung. Zunächst galt es Licht ins Dunkle zu bringen. Unsere drei Fahrzeuge und die zusätzlich aufgestellten Flutlichtmaste erhellten schnell und flächendeckend die Nacht.

Zunächst widmeten wir uns den pneumatischen Hebekissen. Diese luftgefüllten Kraftpakete heben jeweils bis zu zehn Tonnen Last. Da sie in besonders schmale Öffnungen passen dienen sie dazu Angriffspunkte für nachfolgende Werkzeuge zu schaffen. Die Handhabung und die richtige Taktik sind hier entscheidend. Es muss auf richtige Lastverteilung und konsequentes Unterbauen mit Stützmaterial geachtet werden.

Anschließend setzten wir die 5to-Seilwinde (MAZE - maschinelle Zugeinrichtung) des HLF20 aus Fallingbostel ein. Das korrekte Ausrichten der Fahrzeuge in Arbeitsrichtung und das richtige Abschätzen der auftretenden Winkel und Kräfte an den einzelnen Punkten (Rollen, Gegenlager, Last, ...) sind hier zu trainieren. Mit zusätzlichen Rollen kann nach dem Flaschenzugprinzip auch eine Last von zehn Tonnen bewegt werden.

Der Abend hat gezeigt, dass sowohl das Wissen um die Werkzeuge, als auch das Training unter realen Bedingungen unerlässlich sind, um im Einsatzfall schnell und vor allem sicher helfen zu können.

Vielen Dank an die Kameraden aus Bad Fallingbostel für diesen  wirklich gelungenen Ausbildungsdienst.

 

14.10.18

Nachbereitung oder Vorbereitung?

Vor einem Jahr fegte Sturmtief Xavier über Niedersachsen und hinterließ auch in Krelingen mehrere umgestürzte Bäume.

Als Nachbereitung für diesen Einsatz wurde für die Motorsägenführer unserer Wehr eine Fortbildung zum Thema „Problemholz“ eingeplant, der nun endlich durchgeführt werden konnte.

Unser Kamerad Sören Schönhals erinnerte noch einmal an Zug- und Druckseiten an liegendem Holz und dem damit verbundenem richtigen Vorgehen. Mittels einer Winde wurden Spannungen im Holz simuliert, die Gefahren gemeinsam erarbeitet und anschließend gefahrlos das Holz „beseitigt“. Er demonstrierte über den Tag eindrucksvoll, wie Profis vorgehen und gab wertvolle Tipps an uns weiter.

Am Ende waren sich die 6 Krelinger und 3 Bad Fallingbosteler Kameraden einig, dass der Dienst wertvoll für die zukünftige Baumbeseitigung im Einsatz sein wird.

Für die ausreichende Stärkung während der Fortbildung sorgten übrigens die stellv. Ortsbrandmeister aus beiden Wehren: Mit einem vorzüglichen Frühstück überraschten sie die Teilnehmer die anschließend hochmotiviert wieder ihre Motorsägen starteten...

Sören ist übrigens ausgebildeter Fortswirtschaftsmeister und hat gerade sein Forstwirtschaftsstudium abgeschlossen – er weiß also wovon er spricht und hat uns vieles mit seinem Können und Wissen auch nachvollziehbar vermittelt!

Damit uns ausreichend Übungsmaterial zur Verfügung stand, stellte uns unser Kamerad Jan Stolte mehrere Bäume aus seiner Forstfläche zu Verfügung.

Allen für ihre Unterstützung ein herzliches Dankeschön!

 

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